Fridays For Future: Schulschwänzen muss bestraft werden, Zukunftsmissbrauch nicht?

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»Und ich dachte immer: die allereinfachsten Worte müssen genügen. Wenn ich sage, was ist, muß jedem das Herz zerfleischt sein. Daß du untergehst, wenn du dich nicht wehrst. Das wirst du doch einsehen.« (Bertolt Brecht, 1955)

Liebe kleine Leute, die ihr jeden Freitag demonstriert für eine bessere Zukunft, welche euch von den Großen »Profis« versaut wird. Mal Butter bei die Fische:

Hätten im Dritten Reich auch alle deutschen Schüler gegen die millionenfache Massenvernichtung von Menschen durch eure Vorfahren protestiert, hätte es in der Folge keine klugen Köpfe geben können, welche in Deutschland in den Folgejahren des Dritten Reiches bis heute dafür sorgen hätten können, dass die Verbrechen des deutschen Staates nicht geahndet werden und alle hochrangigen daran Beteiligten, allen voran die furchtbaren Juristen, niemals einer empfindlichen Strafe zugeführt wurden. Diese klugen Köpfe hätten auch nicht dafür sorgen können, dass heute noch nationalsozialistische Gesetze existieren, nach denen eure Eltern z.B. ihre Einkommensteuern zahlen müssen, oder dass deutsche Schulpflicht über der Pflicht zur Schaffung einer besseren Zukunft steht.

Das müsst ihr doch einsehen. Also haltet euch an die Schulgesetze, auch wenn die für den Missbrauch eurer Zukunft Verantwortlichen alle Gesetze brechen und Menschenrechte verletzen werden, derer sie habhaft werden können durch den Willen eines großen Teils unseres Volkes, welcher euch am liebsten hinter Gittern sehen würde – mit Schulzwang selbstverständlich, damit aus euch einmal etwas so Ordentliches wird, wie aus den Schülern des Dritten Reiches.

Der an euch begangene Zukunftsmissbrauch gründet sich vor allem auf der Tatsache, dass der Missbrauch des Amtes (Amtsmissbrauch) seit 1943 nicht mehr strafbar ist und es keinem Deutschen Bundestag bis heute eingefallen ist, diesen Straftatbestand wieder einzuführen. Das bedeutet, dass der Amtsmissbrauch, der vor allem zum Zukunftsmissbrauch führt, in Deutschland nicht strafbar ist! Warum wohl?

Wenn ihr versagt, müssen eure Kinder euer Versagen ebenso ausbaden, wie ihr unser Versagen. Derzeit schützt euch noch euer Alter, da man euch schlecht, wie viele von uns, mit Waffengewalt an den Demonstrationen hindern kann, ohne dass die Welt befremdet auf Deutschland blickt. Aber der politische Wind wird bald rauer und spätestens, wenn die ersten von euch für ihre Teilnahme an der politischen Willensbildung bestraft werden, müsst ihr euch entscheiden, ob ihr – wie wir Alten – zum größten Teil aufgebt oder die Welt gemeinsam und nachhaltig zum Besseren verändert.

Es ist eure Zukunft. Unsere Zukunft ist bald vorbei. Tragt die Schule des Lebens auf die Straßen in die Öffentlichkeit. Lasst unsere Gegenwart nicht eure Zukunft werden.

Studiert das Grundgesetz und lasst euch nicht einreden, diejenigen, welche eure Zukunft zerstören, hätten die Deutungshoheit über eure Grundrechte auf eine gute Zukunft. Eure Grundrechte sind unmittelbar geltendes Verfassungsrecht und stehen über jeder Schulpflicht in einer Schule, die euch darauf vorbereitet, euch nicht zu wehren, sondern eure Welt immer besser zu zerstören.

Studiert vor allem Jura, um als zukünftige Gesetzgeber, Verwalter und Richter endlich eine zukunftsfähige innere Ordnung unseres Staates zu begründen, welche gerade Minderheiten beschützt und nicht missbraucht, damit eure Kinder nicht gegen euch protestieren müssen! Behaltet dabei immer im Auge, dass der Missbrauch an euch und eurer Zukunft auf leisen Sohlen und meistens mit dem Anspruch daher kommt, die Erwachsenen wollten eurer Bestes: Eure Zukunft. Lernt, wie man euch betrügt.

Lernt aus unserem Versagen und unserer Angst vor euch, dass wir, trotz aller schönen Sonntagsreden, euch keine gute Zukunft bereitet haben.

Vergesst nicht, immer etwas Neues zu versuchen. Bedenkt: Profis bauten die Titanic, Amateure die Arche.

Danke und Respekt für euren Mut, eure Grundrechtestiftung 🙂

Beitrag herunterladen und weitersagen: https://grundrechtepartei.de/FFFD.pdf